1X2-Wetten in Deutschland: Was die Dreiweg-Wette über Quote, Marge und Anbieter verrät
Datenstand: 17 Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Die 1X2-Wette ist die älteste und einfachste Wettform des Fußballs: drei Ausgänge, drei Quoten, ein Schein. Wer „1“ ankreuzt, tippt auf Heimsieg; „X“ steht für Unentschieden; „2“ für den Auswärtssieg. Was auf dem Tippschein wie eine simple Ja-Nein-Entscheidung aussieht, ist tatsächlich ein kleines Preissystem, in dem der Buchmacher seine Marge versteckt, die Wettsteuer ihren Abzug nimmt und die Spielregeln bestimmen, was am Ende wirklich zählt. Wer das System einmal verstanden hat, liest jede Wettquote mit anderen Augen.
Die 1X2-Wette bildet die Grundlage des Sportwettens: Wer sie versteht, durchschaut wie aus Einsatz und Quote ein Gewinn wird, wie der Buchmacher an den drei Quoten verdient, welche Rolle die Wettsteuer spielt und woran man Anbieter mit einer Erlaubnis für Deutschland erkennt. Dieser Ratgeber bietet einen Werkzeugkasten, mit dem ein Wettangebot nüchtern geprüft werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Die Grundlage: Was die 1X2-Wette eigentlich ist
- Die Marge: Was der Buchmacher an den drei Quoten verdient
- Wettmärkte: Wo die 1X2-Wette im Programm steht
- Rechtslage: Welche Anbieter in Deutschland 1X2-Wetten anbieten dürfen
- Verantwortungsvolles Wetten: Was jeder Spieler beachten sollte
- Prognosen und Strategie: Warum es den sicheren Tipp nicht gibt
- Die zehn Anbieter im Vergleich
- Häufige Fragen zu 1X2-Wetten
Die Grundlage: Was die 1X2-Wette eigentlich ist
Bei der klassischen Siegwette im Fußball stehen drei Ergebnisse zur Wahl: Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg, jeweils nach Ablauf der regulären Spielzeit. Das ist der Kern. „1X2“ ist nur die Kurzschrift, mit der Wettanbieter diese Auswahl auf dem Wettschein und im Wettprogramm kennzeichnen.

Wer ein Spiel über 90 Minuten plus Nachspielzeit entscheiden lässt, schließt damit Verlängerung und Elfmeterschießen aus. Das ist kein Detail, das in den AGB versteckt sein sollte: Bei nahezu allen lizenzierten deutschen Anbietern gilt das Ergebnis nach der regulären Spielzeit, sofern der Wettmarkt nicht ausdrücklich als „inklusive Verlängerung“ markiert ist. Bei anderen Sportarten verschiebt sich der Bezugsrahmen – Basketball und American Football werten in der Regel inklusive Overtime, Baseball inklusive Extra Innings.
Die einfachste Form wird als Einzelwette abgegeben: ein Spiel, ein Tipp, ein Einsatz. Werden mehrere Tipps auf einem Schein kombiniert, spricht man von einer Kombiwette: Die Quoten der einzelnen Beine multiplizieren sich, aber jeder Bein muss eintreffen, damit der Schein gewinnt. Die Systemwette erlaubt es, mehrere Beine so zu kombinieren, dass auch dann ein Gewinn ausgezahlt wird, wenn einzelne Tipps daneben liegen – allerdings zu entsprechend niedrigeren Quoten.
Eine Sonderform der 1X2-Wette ist die Doppelte Chance. Statt einen der drei Ausgänge zu wählen, deckt der Spieler zwei ab: „1X“ bedeutet Heimsieg oder Unentschieden, „X2“ Unentschieden oder Auswärtssieg, „12“ Heimsieg oder Auswärtssieg. Die Quote ist entsprechend niedriger, weil die Wahrscheinlichkeit steigt.
Wie aus Einsatz und Quote ein Gewinn wird
Die Rechnung selbst ist simpel: Der mögliche Bruttogewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer 50 € auf eine Quote von 2,50 setzt, kann 125 € zurückerhalten, den Einsatz inbegriffen. Der Nettogewinn – also das, was tatsächlich auf dem Konto landet – ist die Differenz: 125 € minus 50 € Einsatz = 75 € Gewinn.
In der Formel: Auszahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Die Quote ist dabei stets eine Dezimalquote, wie sie im europäischen Markt üblich ist. Eine Quote von 2,50 bedeutet, dass das Ereignis nach Einschätzung des Anbieters mit 40 % Wahrscheinlichkeit eintritt – rein rechnerisch, denn 1 / 2,50 = 0,40. Diese rechnerische Wahrscheinlichkeit ist allerdings nicht die tatsächliche, sondern enthält die Marge des Buchmachers.
Was die Wettsteuer vom Gewinn abzieht
In Deutschland fällt auf jede Sportwette die sogenannte Wettsteuer an, offiziell Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz. Sie beträgt 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die bereits um die Steuer selbst bereinigt ist – effektiv rund 5,03 % des eingesetzten Betrags.
Die Wettsteuer ist rechtlich Sache des Wettanbieters, nicht des Spielers. Der Anbieter schuldet sie dem Finanzamt. Ob er sie an den Spieler weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Die Lizenzbedingungen der GGL schreiben das nicht vor. Manche Anbieter ziehen die Steuer direkt von der Quote ab – dann steht eine geringere Auszahlungsquote auf dem Schein, dafür ist der Bruttogewinn brutto. Andere verrechnen die Steuer auf den Gewinn, sodass der Spieler erst auf den Nettogewinn besteuert wird. Und einige wenige tragen die Steuer selbst, bewerben das auch laut und übernehmen den Abzug vollständig.
Welche Variante ein Anbieter wählt, steht in dessen AGB – und genau dort sollte man nachlesen, bevor man einen Schein abgibt. Wer über einen längeren Zeitraum wettet, sieht den Unterschied deutlich: 5 % vom Gewinn sind bei einer Quote von 2,00 rund 5 % weniger Auszahlung, bei höheren Quoten relativ weniger, bei niedrigen Quoten relativ mehr.
Die Marge: Was der Buchmacher an den drei Quoten verdient
Die Quoten, die ein Buchmacher für ein Fußballspiel anbietet, sind keine ehrlichen Wahrscheinlichkeiten. Sie sind das, was nach dem Einbau der Buchmachermarge übrig bleibt. Diese Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Euro, der auf das Spiel gesetzt wird, im Durchschnitt einbehält.
Wie die Marge entsteht
Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Ein Spiel hat aus Sicht des Buchmachers tatsächliche Wahrscheinlichkeiten von 50 % Heimsieg, 25 % Unentschieden und 25 % Auswärtssieg. Wäre der Markt „fair“, stünden die Quoten bei 2,00 / 4,00 / 4,00. Die Summe der reziproken Quoten – 1/2,00 + 1/4,00 + 1/4,00 – wäre 1,0. Das wäre ein Markt ohne Marge, in dem jeder eingesetzte Euro zu 100 % wieder ausgeschüttet würde.
In der Realität steht dort aber etwas anderes. Die tatsächlichen Quoten liegen unter den fairen Werten. Angenommen, der Buchmacher bietet 1,90 / 3,60 / 3,60. Dann ergibt sich: 1/1,90 + 1/3,60 + 1/3,60 ≈ 0,526 + 0,278 + 0,278 = 1,082. Die Auszahlungsquote – der Anteil, der im Durchschnitt an die Spieler zurückfließt – ist 1/1,082, also etwa 92,4 %. Die Marge des Buchmachers auf diesem Markt ist die Differenz: 100 % − 92,4 % = 7,6 %.
Bei einer einheitlichen Marge von etwa 5 % auf jedem Ausgang sähen die Quoten so aus: Die Auszahlungsquote wäre 95 %, die Summe der reziproken Quoten 1/0,95 = 1,0526. Multipliziert man die fairen Wahrscheinlichkeiten (50/25/25) mit dem Faktor 1,0526, ergeben sich ungefähr die Quoten 1,90 / 3,80 / 3,80 – ein typischer Quotenrahmen für ein Spiel mit klarer Heimbevorzugung. Die Marge von etwa 5 % entspricht dem, was die meisten lizenzierten Anbieter auf Bundesliga-Spiele legen.
Was die Marge für den Spieler bedeutet
Die Marge ist der Preis, den jeder Wettende für die Dienstleistung des Buchmachers zahlt – unabhängig davon, ob er gewinnt oder verliert. Über viele Wetten hinweg verliert der Spieler im Durchschnitt genau diesen Anteil seines Einsatzes. Wer 1.000 € bei einer Marge von 5 % setzt, verliert statistisch 50 € – nicht, weil er schlecht tippt, sondern weil der Markt so konstruiert ist.
Es gibt zwei Wege, mit der Marge umzugehen. Der eine ist, sie zu akzeptieren und Wetten nur dort zu platzieren, wo die Marge niedrig ist – etwa bei großen Bundesliga-Spielen, wo der Wettbewerb unter den Anbietern die Quoten zusammenpresst. Der andere ist, gar nicht zu wetten. Wer dauerhaft gewinnen will, muss gegen die Marge spielen, und das gelingt auf Dauer nur einem verschwindend kleinen Teil der Wettenden. Für alle anderen ist die Marge eine Kostenposition wie jede andere.
Die Marge eines Marktes ist nicht überall gleich. Sie variiert zwischen Wettanbietern, zwischen Sportarten und zwischen Wettbewerben. Live-Wetten haben oft eine höhere Marge als Vorab-Wetten, kleine Ligen eine höhere als große Ligen, exotische Märkte eine höhere als die Hauptmärkte. Ein geübter Blick auf die Quoten verrät schnell, wo der Anbieter besonders viel einstreicht.
Wettmärkte: Wo die 1X2-Wette im Programm steht
Die 1X2-Wette steht in nahezu jedem Sportwettenprogramm an erster Stelle, oft unter dem Kürzel „Ergebnis“ oder „Siegwette“. Bei großen Fußballspielen ist sie der meistgespielte Markt überhaupt. Die Auswahl ist riesig: Bundesliga, Champions League, Premier League, La Liga, Serie A – und je nach Anbieter auch zweite und dritte Ligen, Pokalwettbewerbe und Länderspiele.
Die Standardmärkte rund um die 1X2-Wette
Neben der reinen Dreiweg-Wette bieten die Programme eine Reihe verwandter Märkte. Die Doppelte Chance wurde bereits erwähnt. Das „Draw No Bet“ ist die Wette auf Heimsieg oder Auswärtssieg mit Rückzahlung des Einsatzes bei Unentschieden – faktisch eine 1X2-Wette ohne das X, aber mit Absicherung.
Die Über/Unter-Wette (auch „Over/Under“ oder „Tore“) ist kein 1X2-Markt, steht aber oft direkt daneben: Wie viele Tore fallen im Spiel? Über 2,5 oder unter 2,5 Tore? Diese Wetten werden unabhängig vom Sieger abgerechnet und kennen nur zwei Ausgänge, weshalb die Marge hier oft enger kalkuliert ist als beim 1X2.
Die asiatische Handicap-Wette verschiebt den Ausgangspunkt: Das schwächere Team bekommt einen Vorsprung, das stärkere einen Rückstand. Sie eliminiert das Unentschieden als Wettausgang und kommt damit auf zwei Ergebnisse – was sich in der Quote niederschlägt. Europäisches Handicap arbeitet mit ganzen Toren und kennt weiterhin das Unentschieden, asiatisches Handicap mit halben oder viertel Toren eliminiert es.
Kombiwetten und Systemwetten sind keine eigenen Märkte, sondern Formen, mehrere Tipps auf einem Schein zu bündeln. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten, eine Systemwette erlaubt es, auch bei einem falschen Tipp noch zu gewinnen – allerdings nur einen Teil des Gesamtgewinns.
Cash Out und Wett-Konfigurator
Neben den klassischen Märkten bieten die Anbieter zunehmend Funktionen, die über die reine 1X2-Wette hinausgehen. Cash Out erlaubt es, eine Wette vor dem Ende des Spiels an den Anbieter zurückzuverkaufen. Der Rückkaufwert hängt vom Spielverlauf ab und liegt fast immer unter dem potenziellen Gewinn – der Anbieter will verdienen, nicht der Spieler. Teil-Cash-Out erlaubt es, nur einen Teil des Scheins zurückzukaufen.
Der Wett-Konfigurator, auch „Bet Builder“ genannt, erlaubt es, mehrere Märkte eines Spiels zu kombinieren – etwa die 1X2-Wette mit „Beide Teams treffen“ und „Über 2,5 Tore“. Die Quoten der einzelnen Bestandteile multiplizieren sich, aber die Marge des Konfigurators ist oft höher als die der Einzelmärkte. Wer einen Konfigurator nutzt, sollte sich bewusst sein, dass er über mehrere Märkte hinweg die Marge jedes einzelnen bezahlt – und der Konfigurator selbst noch einen Aufschlag drauflegt.
Bei einigen Anbietern, etwa bet365 oder Betano, ist der Konfigurator Teil des Standardprogramms. Bei anderen, etwa Interwetten, ist er nur eingeschränkt verfügbar. Die Verfügbarkeit solcher Funktionen ist kein Werturteil, aber ein Hinweis auf den Reifegrad des Wettangebots.
Rechtslage: Welche Anbieter in Deutschland 1X2-Wetten anbieten dürfen
Seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags am 1. Juli 2021 ist die Rechtslage klar geregelt: Sportwetten im Internet dürfen in Deutschland nur Anbieter vermitteln, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzen. Wer ohne diese Erlaubnis Sportwetten an deutsche Kunden anbietet, macht sich strafbar – und der Kunde hat keinen Schutz durch die deutschen Spielerschutzregelungen.

Die Whitelist der GGL
Die GGL führt eine öffentliche Liste, die sogenannte Whitelist. Sie enthält alle Anbieter, die eine Erlaubnis für Sportwetten, Pferdewetten oder virtuelle Automatenspiele in Deutschland haben. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und ist die einzige verlässliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Anbieter legal in Deutschland tätig ist. Im Stand vom 2. Oktober 2026 enthält die Whitelist 30 Einträge – 27 Inhaber einer Sportwettenerlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewettenerlaubnis, sowie drei reine Pferdewettanbieter.
Was die Whitelist zeigt: den Domainnamen, den das Angebot trägt, den Namen des Erlaubnisinhabers als juristische Person, das Datum der Erst- und einer Folgeerlaubnis sowie die Rechtsgrundlage. Sie zeigt kein Enddatum – die Erlaubnis gilt, bis sie widerrufen oder zurückgenommen wird.
Wichtig zu wissen: Eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis können eine .de-Domain registrieren, etwa weil sie früher einmal in Deutschland aktiv waren oder weil sie den Markt von außerhalb bedienen. Die Whitelist ist die einzige verlässliche Prüfung.
Was bei einer Lizenz mitgeliefert wird
Die deutsche Erlaubnis bringt eine Reihe von Pflichten mit sich, die den Spielerschutz betreffen. Dazu gehören die Anbindung an das Sperrsystem OASIS, die Limitdatei LUGAS, die Pflicht zur Identitätsprüfung bei der Registrierung, ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 €, anonyme Zahlungsmittel sind tabu, Spielerkonten müssen insolvenzgeschützt geführt werden, und bei Kontoschließung ist das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen auszuzahlen. All das gilt nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Wer bei einem Anbieter ohne Erlaubnis wettet, hat keinen dieser Schutzmechanismen.
Der Preis für die Legalität sind die Einschränkungen. Das Einzahlungslimit von 1.000 € monatlich mag für den Gelegenheitswetter kein Problem sein, für den High Roller ist es ein echter Engpass. Die Pflicht zur Volldokumentation beim ersten Login schreckt manche ab. Die eingeschränkten Live-Wetten – während eines laufenden Spiels darf nur auf den Endausgang oder auf wenige, klar definierte Zwischenereignisse gewettet werden – kosten Spielfluss. Wer all das akzeptiert, bekommt im Gegenzug einen Rahmen, der Suchtprävention ernst nimmt.
Anbieter mit Sitz im EU-Ausland, etwa auf Malta oder in Curaçao, haben in Deutschland keine Erlaubnis und sind daher unerlaubt. Die GGL warnt regelmäßig vor solchen Angeboten. Die zivilrechtliche Frage, ob Spieler von einem Anbieter ohne Erlaubnis ihre verlorenen Einsätze zurückfordern können, ist aktuell vor dem Europäischen Gerichtshof anhängig.
Verantwortungsvolles Wetten: Was jeder Spieler beachten sollte
Auch bei der einfachsten Wette gilt: Wer ohne Kontrolle spielt, spielt falsch. Die deutsche Regulierung hat den Spielerschutz in den Mittelpunkt gerückt. Wer die Mechanismen kennt, schützt sich besser.
Das monatliche Einzahlungslimit
Seit Juli 2021 gilt in Deutschland ein einheitliches Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat für alle Glücksspielanbieter mit deutscher Erlaubnis. Das Limit wird über die Limitdatei LUGAS verwaltet und gilt anbieterübergreifend. Wer bei Anbieter A 600 € einzahlt, kann bei Anbieter B im selben Monat nur noch 400 € einzahlen.
Das Limit kann auf Antrag auf bis zu 10.000 € erhöht werden, wenn der Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit prüft und dokumentiert. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Anbieter dürfen zudem für bis zu 1 % ihrer aktiven Spieler ein Limit zwischen 10.000 € und 30.000 € einräumen. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen – das soll spontane Erhöhungen verhindern.
Wer mehr als 1.000 € im Monat setzen will, muss sich also entweder für einen Anbieter ohne deutsches Limit entscheiden – mit allen rechtlichen und Schutz-Risiken – oder den Antrag auf Erhöhung stellen und die Prüfung abwarten. Beide Wege sind bewusst nicht einfach gehalten.
OASIS und der Panikbutton
OASIS ist die zentrale Sperrdatei für Glücksspiel in Deutschland. Jeder Anbieter mit Erlaubnis prüft bei der Registrierung und bei jedem Login, ob eine Sperre vorliegt. Wer sich selbst sperren lässt, wird bei keinem lizenzierten Anbieter mehr eingelassen. Die Mindestdauer einer Selbstsperre beträgt drei Monate, wenn eine Frist angegeben wird, ansonsten ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Wer im akuten Moment nicht sperren will, aber trotzdem einen sofortigen Stopp braucht, kann den Panikbutton nutzen. Er löst eine 24-stündige Sperre aus, die nicht aufgehoben werden kann. Sie gilt für alle angeschlossenen Anbieter.
OASIS funktioniert nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Offshore-Anbieter sind nicht angeschlossen. Wer sich bei einem Anbieter ohne Erlaubnis selbst sperren lassen will, hat keine zentrale Anlaufstelle.
Anbieter für Hilfesuchende
Bei Anzeichen einer Spielsucht oder bei Fragen zum eigenen Spielverhalten gibt es in Deutschland kostenfreie und anonyme Hilfsangebote. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet unter spielsucht-ambulanz.de und über die Telefonberatung 0800-1 37 27 00 (kostenlos) Beratung an. Auch die Caritas, die Diakonie und andere Wohlfahrtsverbände haben spezialisierte Suchtberatungsstellen.
Wer merkt, dass er mehr setzt als geplant, sich Geld leiht, um zu spielen, oder das Wetten als Problemlösung sieht, sollte professionelle Hilfe suchen. Kein noch so gutes Wettsystem macht Verluste wett, und kein Bonus ist es wert, dass das eigene Leben aus dem Gleichgewicht gerät.
Prognosen und Strategie: Warum es den sicheren Tipp nicht gibt
Wer „1X2-Prognose“ googelt, findet Seiten, die für jedes Spiel eine Vorhersage liefern. Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – alles wird irgendwie prognostiziert, oft mit erstaunlicher Sicherheit. Die Wahrheit ist nüchterner: Niemand weiß vorher, wie ein Fußballspiel ausgeht. Wer das behauptet, lügt oder verkauft ein Produkt.
Warum Prognosen nur Annäherungen sind
Eine seriöse Prognose basiert auf einer Mischung aus Faktoren: aktuelle Form der Mannschaften, Tabellenplatz, Heim- und Auswärtsstärke, Verletzungen und Sperren, Head-to-Head-Statistik, Spielsystem, Wetterbedingungen, Bedeutung des Spiels. All das fließt in eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit ein, mit der ein Ausgang eintritt.
Diese Schätzung ist mit Unsicherheit behaftet. Aktuelle Form ist ein Indikator, aber kein Garant. Verletzungen können am Spieltag eintreten, das Wetter kann kippen, ein Platzverweis kann das Spiel in eine Richtung lenken, die niemand vorhergesehen hat. Fußball ist ein Low-Scoring-Spiel – die meisten Spiele werden mit einem oder wenigen Toren Unterschied entschieden, und jedes einzelne Tor kann das Spiel kippen.
Hinzu kommt: Wenn eine hohe Mehrheit der Wettenden auf einen Ausgang setzt, senkt der Buchmacher die Quote – und genau das verzerrt die Information. Die Quote ist nicht die „echte“ Wahrscheinlichkeit, sondern die Sicht des Marktes auf das Spiel, gewichtet durch das Geld, das geflossen ist. Eine niedrige Quote von 1,20 für einen klaren Favoriten bedeutet nicht, dass das Ereignis mit 83 % Wahrscheinlichkeit eintritt – es bedeutet, dass der Markt nach Einbau der Buchmachermarge so eingeschätzt wird. Der wahre Wahrscheinlichkeitswert liegt meist etwas niedriger.
Wie man aus Form und Statistik liest
Wer trotzdem aus Statistiken lesen will, sollte die Quoten als Ausgangspunkt nehmen, nicht als Endpunkt. Eine Quote von 1,80 auf den Heimsieg sagt: Der Markt sieht den Heimvorteil, das Heimteam gilt als leicht favorisiert. Wer dann prüft, ob die letzten fünf Heimspiele ähnlich ausgingen, ob der Gast auswärts schwach ist und ob Schlüsselspieler fehlen, kann seine eigene Einschätzung gegen die Marktmeinung abgleichen. Weicht die eigene Einschätzung deutlich ab, liegt dort ein Wert – oder eine Falle.
Statistiken, die über die einfache 1X2-Wette hinausgehen, können ebenfalls Hinweise geben. „Beide Teams treffen“ (BTTS) hängt von der Offensiv- und Defensivstärke ab. „Über 2,5 Tore“ setzt voraus, dass beide Teams offensiv spielen oder die Defensive schwach ist. Solche Märkte lohnen sich, wenn man die Statistik ernst nimmt.
Systeme, die „sichere Wetten“ versprechen, gibt es nicht. Martingale, Fibonacci, Value Betting – jedes System hat denselben blinden Fleck: Es setzt voraus, dass der Spieler die wahre Wahrscheinlichkeit kennt. Die kennt niemand. Wer sein Geld auf ein System setzt, setzt es auf eine Annahme, die die Realität selten bestätigt.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Die folgende Tabelle vergleicht zehn Anbieter, die auf der Whitelist der GGL eine Erlaubnis für Sportwetten haben. Verglichen werden die in den AGB ausgewiesenen Whitelist-Daten und das Datum der Ersterlaubnis.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwettenerlaubnis seit |
|---|---|---|
| Sportwetten.de | Whitelist-Eintrag, Inhaber: NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| bwin | Whitelist-Eintrag, Inhaber: bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tiptorro | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Interwetten | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | Whitelist-Eintrag, Inhaber: DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Whitelist-Eintrag, Inhaber: WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| Betano | Whitelist-Eintrag, Inhaber: Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
Alle genannten Anbieter verfügen über eine gültige deutsche Sportwettenerlaubnis gemäß § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Whitelist-Stand ist 2. Oktober 2026. Die Whitelist führt kein Enddatum – die Erlaubnis gilt, bis sie widerrufen oder zurückgenommen wird.
Sportwetten.de: Solide Basis mit hohem Umsatzfaktor
Sportwetten.de wird auf der Whitelist von der NetX Betting Limited geführt, mit einer Ersterlaubnis vom 19. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung, bringt aber einen hohen Umsatzfaktor mit sich: Der eingezahlte Betrag muss einmal umgesetzt werden, der Bonusbetrag sechsmal, und nur Wetten mit einer Gesamtquote von mindestens 2,00 pro Wettschein zählen. Bei 100 € Einzahlung und 100 € Bonus ergibt das einen Gesamtumsatz von 700 € – und das in Wetten, die jeweils eine reale Chance von unter 50 % haben, einzeln zu gewinnen. Wer den Bonus vollständig freispielen will, muss viele Wetten platzieren, jede mit eigenem Risiko.
Für wen lohnt sich Sportwetten.de? Für den Spieler, der ohnehin plant, regelmäßig zu wetten, und den Bonus als kleine Aufstockung des Budgets versteht – nicht als Geschenk. Wer den Bonus unter 100 € hält, hält auch den Umsatz im Rahmen. Wer den maximalen Bonus mitnimmt, sollte sich bewusst sein, dass er 700 € an Wetten platzieren muss, die alle die Mindestquote von 2,00 erfüllen.
bwin: Großer Name mit Cashout und Quoten-Boost
bwin ist auf der Whitelist mit der bwin (Deutschland) Limited vertreten, Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App bewirbt Cashout – manuell und automatisch –, Live-Streams und Live-Statistiken sowie einen Kombi-Boost und einen Quoten-Boost. Cashout und Teil-Cashout sind bei bwin seit Jahren Standard. Der Quoten-Boost erhöht ausgewählte Quoten für begrenzte Zeit, oft auf populäre Wetten. Ob ein Boost eine echte Verbesserung ist, hängt davon ab, wie weit die ursprüngliche Quote unter dem Marktniveau lag.
Für wen lohnt sich bwin? Für den Spieler, der auf ein breites Live-Programm mit Streams setzt und Cashout als Werkzeug nutzen will. Die Boost-Aktionen sind Gelegenheiten, nicht der Kern des Angebots.
Betway: Konfigurator und Cashout mit grünem Symbol
Betway ist mit der Betway Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Der Cashout erscheint unter „Meine Wetten“ mit einem grünen Symbol, und es kann der gesamte Betrag oder ein Teil ausgezahlt werden. Der Wettkonfigurator für Fußballspiele kombiniert Auswahlen aus einer Partie, der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Das ist ein anderes Modell als der reine 1X2-Markt: Hier werden mehrere Wetten zu einer Kombi-Wette mit eigener Quote verschmolzen, was die Marge erhöhen kann.
Für wen lohnt sich Betway? Für den Spieler, der Konfiguratoren schätzt und gerne aus mehreren Märkten eines Spiels eine kombinierte Wette baut. Wer mit dem Standardprogramm auskommt, findet bei Betway nichts, was andere nicht auch bieten.
Tiptorro: Cashout und Mehrweg-Wetten
Tiptorro steht auf der Whitelist mit der Torro Tec Limited, Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tipps können vor Spielbeginn und live als Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten abgegeben werden, und solange das Ticket offen ist, ist ein Rückkaufangebot (Cashout und Teil-Cashout) möglich. Die Mehrweg-Wette erlaubt es, auf mehrere Ergebnisse innerhalb eines Marktes zu setzen – etwa auf Heimsieg oder Unentschieden in einem Spiel, ohne die Quote der Doppelten Chance zu nehmen.
Für wen lohnt sich Tiptorro? Für den Spieler, der System- und Mehrweg-Wetten schätzt und Cashout als Versicherung nutzen will. Das Angebot ist solide, aber nicht spektakulär.
Interwetten: Wettsteuer im Quotenabschlag
Interwetten ist mit der Interwetten Gaming Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die AGB (Version 1.1, Stand 07.07.2021) regeln in Teil G Nr. 8, dass Interwetten die Sportwettensteuer trägt und bei Wetten einen Quotenabschlag von 5,3 % vornimmt. Das ist die transparenteste Form der Steuerverrechnung: Der Spieler sieht die niedrigere Quote und weiß sofort, dass die Wettsteuer bereits eingepreist ist. Das Ergebnis ist eine Quote, die unter dem liegt, was andere Anbieter für dasselbe Spiel anzeigen – aber brutto bleibt brutto.
Für wen lohnt sich Interwetten? Für den Spieler, der die Wettsteuer nicht im Nachhinein vom Gewinn abgezogen sehen will. Der Quotenabschlag ist ehrlich, aber sichtbar – wer die Quoten vergleicht, sieht, dass Interwetten unter dem Marktniveau liegt.
DAZN Bet: 5 % Quotenabschlag, automatisch berechnet
DAZN Bet ist mit der DZBT Operations Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 22. August 2023. Auf jede Sportwette wird ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der automatisch berechnet wird und im Kontoverlauf sichtbar ist – Einsatz und Quotenabschlag je Wette. Das ist eine etwas andere Mechanik als bei Interwetten: Der Abschlag wird nicht in die Quote eingerechnet, sondern separat ausgewiesen. Beim Blick auf die Quote sieht der Spieler also den Bruttowert; der tatsächliche Auszahlungsbetrag ist dann brutto minus 5 %.
Für wen lohnt sich DAZN Bet? Für den Spieler, der ohnehin Sport über DAZN schaut und die Integration schätzt. Die Wettsteuer ist transparent ausgewiesen, aber sie schmälert die effektive Quote.
bet365: Konfigurator-Boost und Gewinn-Boost
bet365 ist mit der Hillside (Europe) ENC auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Für den Wetten-Konfigurator gibt es einen Boost bei drei oder mehr Auswahlen mit kombinierten Quoten von 2,00 oder höher; für Kombiwetten einen Gewinn-Boost, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt. Das ist ein Anreiz, mehr Beine auf einen Schein zu packen – und damit ein Anreiz, der die Marge erhöht, weil jede Kombiwette die Einzelmargen multipliziert.
Für wen lohnt sich bet365? Für den Spieler, der das breiteste Live-Programm schätzt und mit dem Konfigurator spielt. Die Boosts sind Marketing, keine Großzügigkeit – sie verändern die Quote, aber nicht die zugrunde liegende Marge.
NEO.bet: Schlankes Angebot mit Live-Quoten
NEO.bet ist mit der Greenvest Betting Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die App bewirbt Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Das Angebot ist schlanker als bei den großen Namen, aber funktional.
Für wen lohnt sich NEO.bet? Für den Spieler, der ein einfaches Wettprogramm schätzt und keine 50 Sportarten braucht. Cashout ist Standard, die Live-Wetten sind solide.
Winamax: Werbefrei von der Wettsteuer, mit Bedingungen
Winamax ist mit der WINAMAX (Société anonyme) auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022. Im Footer der Website wirbt Winamax mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Die Einzahlung muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze von 100 € und einer Mindestquote von 1,05.
Diese Werbung verdient einen nüchternen Blick. „0% Wettsteuer“ bedeutet, dass Winamax die Steuer trägt – das ist ein Marketing-Vorteil, solange die Quote mithält. „Beste Quoten“ auf 45 % der untersuchten Spiele heißt im Umkehrschluss: Auf 55 % der Spiele war die Quote nicht die beste. Und die Odoxa-Studie ist eine Selbstbeauftragung – ein methodisch unabhängiger Vergleich würde mehr Gewicht haben.
Für wen lohnt sich Winamax? Für den Spieler, der auf die Wettsteuer achtet und ein einfaches Bonusmodell schätzt – die Freebets sind tatsächlich ohne Umsatzbedingung, was selten ist. Wer den maximalen Bonus will, sollte 100 € einzahlen und 100 € an Wetten mit Mindestquote 1,05 platzieren, dann sind die Freebets verfügbar.
Betano: Bet Builder und Live-Streaming
Betano ist mit der Betkick Sportsbetting Limited auf der Whitelist, Ersterlaubnis vom 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die App bewirbt den Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das Live-Streaming-Angebot ist breit – gerade für Spieler, die das Spiel sehen und parallel darauf wetten wollen, ein deutlicher Mehrwert.
Für wen lohnt sich Betano? Für den Spieler, der Live-Streaming schätzt und mit dem Bet Builder arbeitet. Die Marktabdeckung bei den genannten Ligen ist stark, bei kleineren Wettbewerben kann sie dünner sein.
Häufige Fragen zu 1X2-Wetten
Was bedeutet 1X2 bei Sportwetten?
Die Ziffern bezeichnen die drei möglichen Ausgänge eines Fußballspiels nach regulärer Spielzeit: „1“ steht für den Heimsieg, „X“ für das Unentschieden und „2“ für den Auswärtssieg. Wer „1“ ankreuzt, tippt also darauf, dass die Heimmannschaft gewinnt. Wer „X“ ankreuzt, tippt auf ein Unentschieden nach Ablauf der regulären Spielzeit. Wer „2“ ankreuzt, tippt auf den Auswärtssieg. Die Quote wird für jeden der drei Ausgänge einzeln angegeben, und der Spieler wählt einen davon als Tipp aus.
Zählt bei 1X2 nur die reguläre Spielzeit?
Ja, bei Fußball gilt das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit, sofern der Wettmarkt nicht ausdrücklich als „inklusive Verlängerung“ markiert ist. Verlängerung und Elfmeterschießen zählen für die Wettwertung in der Regel nicht. Bei anderen Sportarten verschiebt sich der Bezugsrahmen: Basketball und American Football werden meist inklusive Overtime gewertet, Baseball inklusive Extra Innings, Eishockey regulär ohne Verlängerung, sofern nicht anders vermerkt.
Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?
Der mögliche Bruttogewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer 50 € zu einer Quote von 2,50 setzt, erhält im Gewinnfall 125 € zurück, den Einsatz inbegriffen. Der Nettogewinn ist die Differenz: 125 € minus 50 € Einsatz = 75 €. In Deutschland fällt auf den Gewinn die Wettsteuer an, die je nach Anbieter entweder direkt von der Quote abgezogen oder separat vom Gewinn berechnet wird. Ob und wie die Steuer verrechnet wird, steht in den AGB des Anbieters.
Was passiert, wenn das Spiel abgesagt oder unterbrochen wird?
Das hängt vom Anbieter und vom Zeitpunkt ab. Viele Anbieter annullieren die Wette, wenn das Spiel abgesagt wird und nicht innerhalb von 24 oder 48 Stunden nachgeholt wird, und zahlen den Einsatz zurück. Bei Unterbrechungen während des Spiels gilt ähnliches: Wird das Spiel nicht am selben Tag fortgesetzt, ist die Wette oft ungültig. Steht der Ausgang der Wette zum Zeitpunkt des Abbruchs bereits fest, wird die Wette regulär abgerechnet. Die genauen Regeln stehen in den AGB des Anbieters und sollten vor einer Wette geprüft werden.
Wie entsteht die Marge des Buchmachers aus den drei Quoten?
Die Marge ergibt sich aus der Differenz zwischen dem, was die Spieler einsetzen, und dem, was im Durchschnitt ausgezahlt wird. Mathematisch berechnet man die Auszahlungsquote, indem man die Kehrwerte der drei Quoten addiert und 1 durch diese Summe teilt. Bei Quoten von 1,90 / 3,60 / 3,60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 92,4 % und eine Marge von rund 7,6 %. Über alle Wetten auf diesen Markt hinweg behält der Buchmacher diese Marge ein. Sie ist der Preis, den jeder Spieler für jede Wette zahlt.
Wo lässt sich prüfen, ob ein Anbieter in Deutschland erlaubt ist?
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) führt eine öffentliche Whitelist, die alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis für Sportwetten auflistet. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und ist die einzige verlässliche Quelle für die Frage, ob ein Anbieter legal in Deutschland tätig ist. Sie enthält den Domainnamen, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erlaubnis. Anbieter ohne Eintrag auf der Whitelist sind in Deutschland nicht erlaubt – unabhängig davon, ob sie eine .de-Domain, eine EU-Lizenz aus Malta oder eine Lizenz aus Curaçao haben.
Erstellt vom Redaktionsteam „Systemwetteninfo”.
